Lagenliebe

Extrem. Steil. Lagen.

„Heute gehen wir steil!“ Nein, nicht feiern, sondern arbeiten. In unseren Steillagen an der Mittelmosel. Ab einer Neigung von 30 % gilt die Lage als Steillage. Wir leisten gar Handarbeit bei einer Steigung von bis zu 65 %, und zwar in unserer Top -Steillage ANNABERG.

Wer die Mosel schon einmal besucht hat, der weiß, dass es die steilen Rebhänge sind, die das Bild der Landschaft prägen. Eine wunderschöne Natur- und Kulturlandschaft, die es zu schützen gilt! Unser Anbaugebiet ist sogar Steillagen - Weltmeister - von etwa 8.500 Hektar sind 40 % als Steillage deklariert. Nirgendwo gehen die Winzer:innen mehr steil als hier an der Mosel.

In den Weinbergsmauern leben Eidechsen. Seltene, hier natürlich vorkommendePflanzen gedeihen in diesem Ökosystem. Und jeder Weinberg ist ein einzigartiges Zusammenspiel von Hangneigung, Mikroklima und Boden. Die Sonne bescheint die Reben perfekt, wie Zuschauerreihen in einem Theater.

Der Fluss Mosel reflektiert die Sonnenenergie zusätzlich. Zudem vermag auch der Schiefer die Wärme gut zu speichern. Im Spätsommer ist es zur Mittagszeit sehr warm in unseren Lagen. Die Aromen können sich schön ausbilden. Nachts kühlen die Temperaturen allerdings herab. Das wiederum gibt den Trauben eine gute Säurestruktur und damit Spannung. Die unterschiedlichen Schieferarten verleihen dem Wein seine einzigartige Mineralik.

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Liebe. Mit Höhen. Und Tiefen.

„Es muss Liebe sein.“ Anders ist es einfach nicht zu erklären. Wie Berggamsen arbeiten wir uns im Steilhang nämlich Schritt für Schritt vor. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Jeder Schritt muss sitzen. Schiefer kann sehr porös sein. Wir rutschen nicht selten einige Zentimeter ab, fangen uns wieder. Immer mit Bergsteiger-Schuhen.

Dabei liegt die Konzentration eigentlich auf den Händen: Wir schneiden Reben, biegen die Ruten, machen Unterstock- oder Laubarbeit, ernten – alles mit unseren Händen. Der Traubenlese-Behälter auf dem Rücken, Hotte genannt, wiegt im gefüllten Zustand 50 Kilogramm. Handwerk im Grenzbereich. Eine tägliche Herausforderung, körperlich wie mental!

Über 1.000 Arbeitsstunden investieren wir jährlich pro Hektar. Im Vergleich: In flachen Lagen  müssen wir Winzer:innen nur 200 bis 300 Arbeitsstunden rechnen, denn wir können mit Maschinen fahren. All das ist in unseren Steillagen nur teilweise möglich. Gegenüber flachen Lagen haben wir Steillagenwinzer:innen den drei- bis fünffachen Aufwand.

Aber Nein, wir jammern nicht. Wir wollen es nur sagen, ein Bewusstsein dafür schaffen. Erklären, welche Arbeit und Fürsorge hinter jedem Tropfen Wein steckt, welche Höhen undTiefen diese Liebe hat. Unsere Lagenliebe ist kein kurzer Flirt, sondern eine Liebe fürs Leben, ja für Generationen. Hier, in Schweich, sind wir Gindorfs zu Hause. Unsere Weinberge sind - bei aller Anstrengung – ein Ort des Wohlfühlens, eine Quelle der Inspiration, der Ursprung von Qualität und Genuss.

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Design. Lila. Und ein goldenes Band.

Köstlich, exquisit und begehrenswert – die Farbe Lila. Römische Kaiser und Senatoren schmückten ihre Gewänder damit. Und das Purpur war lange Zeit nur ihnen vorbehalten! Das Anbaugebiet Mosel steht für 2.000 Jahre Weinkultur. Cäsars Legionen, Kaiser und Erzbischöfe verkehrten in Trier und an der Mosel, bauten Klöster und Kelteranlagen (teilweise noch heute zu besichtigen).

Dass nun unsere LAGENLIEBE-Weine mit lila Kapseln und lila farbigen Buchstaben geschmückt sind, war eigentlich Bauchgefühl, Zufall. Aber wie passend, oder? Ein goldenes Band fließt durch die Etiketten.

Nein, den Fluss Mosel kann es nicht symbolisieren. Er ist viel geschwungener! Unser Designer hat die Silhouette des Steilhanges nachgezeichnet. Und zwar genau vom Blick unserer Weinberge im Schweicher Annaberg, unserem Lieblingsort. Hier habt Ihr eine fantastische Aussicht über die Schweicher Weinberge und die Mosel.

Fast trennt die goldene Linie das Etikett exakt in ein Drittel zu zwei Drittel. Seit der Antike existiert diese Gestaltungsregel: „Der goldene Schnitt“, proportio divina – ein harmonisches Zusammenspiel, ein natürliches Maß, manche sagen sogar ein göttliches Verhältnis. 

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